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Behandlungsschwerpunkte

Umfassende neurologische Betreuung

Hier erhalten Sie einen Überblick über unsere medizinischen Schwerpunkte.

Schlaganfall und Erkrankungen der Hirngefäße

Wir betreuen Patientinnen und Patienten mit Hirninfarkt, Hirnblutung, transitorischer ischämischer Attacke (TIA, vorübergehende Durchblutungsstörung des Gehirns) und anderen Gefäßerkrankungen des Gehirns, darunter Verengungen der hirnversorgenden Arterien. Unser Schwerpunkt liegt auf einer umfassenden Ursachen- und Risikofaktorabklärung sowie der Behandlung, Nachsorge und Vorbeugung weiterer Schlaganfälle.

Zur Diagnostik und Verlaufskontrolle stehen moderne neurovaskuläre Ultraschallverfahren zur Untersuchung der hirnversorgenden Gefäße zur Verfügung. Ergänzend ermöglicht die digitale Augenhintergrundfotografie die Beurteilung der Blutgefäße am Augenhintergrund.

Schwindel und Gleichgewichtsstörungen

Wir betreuen Patientinnen und Patienten mit Schwindel und Gleichgewichtsstörungen, darunter Lagerungsschwindel, vestibuläre Erkrankungen, vestibuläre Migräne und neurologisch bedingte Gleichgewichtsstörungen. Schwindel kann darüber hinaus durch Durchblutungsstörungen, orthostatische Beschwerden oder Störungen des autonomen Nervensystems und der Kreislaufregulation verursacht werden.

Mit einer sorgfältigen neurologischen Untersuchung und gezielten diagnostischen Verfahren klären wir die Ursache Ihrer Beschwerden. Je nach Beschwerdebild können Untersuchungen der Nervenfunktion, der hirnversorgenden Gefäße oder der autonomen Kreislaufregulation sinnvoll sein. Anschließend besprechen wir mit Ihnen die passende Behandlung.

Kopfschmerz und Migräne

Wir betreuen Patientinnen und Patienten mit Migräne, Spannungskopfschmerzen, Clusterkopfschmerzen sowie anderen primären und sekundären Kopfschmerzerkrankungen. Eine sorgfältige neurologische Abklärung hilft, die Art der Kopfschmerzen einzuordnen und mögliche zugrunde liegende Ursachen zu erkennen.

Je nach Beschwerdebild können ergänzend Untersuchungen der hirnversorgenden Gefäße, des Augenhintergrunds und des Sehnervs oder des Nervenwassers sinnvoll sein. Bei Verdacht auf eine idiopathische intrakranielle Hypertension (IIH) bieten wir eine spezialisierte Diagnostik und Behandlung an.

Erhöhter Hirndruck und Störungen des Nervenwassers (Liquor)

Wir betreuen Patientinnen und Patienten mit Störungen des Hirndrucks und der Liquorzirkulation, insbesondere bei idiopathischer intrakranieller Hypertension (IIH) und Normaldruckhydrozephalus (NPH). Diese Erkrankungen können sich unter anderem durch Kopfschmerzen, Sehstörungen, Gangstörungen oder Gedächtnisprobleme bemerkbar machen.

Zur weiteren Abklärung führen wir Lumbalpunktionen mit Liquordruckmessung und Liquordiagnostik sowie Untersuchungen des Augenhintergrunds und des Sehnervs durch. Bei IIH kann eine Lumbalpunktion auch zur Druckentlastung eingesetzt werden. Beim NPH kann eine diagnostische Liquorentnahme (Tap-Test) helfen zu beurteilen, ob sich die Beschwerden durch eine Verringerung der Liquormenge bessern.

Erkrankungen der Nerven und Muskeln

Wir diagnostizieren und betreuen Patientinnen und Patienten mit Polyneuropathien, Nervenengpasssyndromen (z. B. Karpaltunnelsyndrom), Nervenwurzelerkrankungen (Radikulopathien), einzelnen Nervenschädigungen und Nervenverletzungen sowie Muskel- und neuromuskulären Erkrankungen. Diese können sich durch Taubheitsgefühle, Kribbeln, Schmerzen oder Muskelschwäche bemerkbar machen.

Mit einer sorgfältigen neurologischen Untersuchung klären wir die Ursache der Beschwerden. Je nach Befund kommen Untersuchungen der Nerven- und Muskelfunktion sowie Nerven- und Muskelultraschall zum Einsatz.

Neurodegenerative Erkrankungen

Wir betreuen Patientinnen und Patienten mit Parkinson-Erkrankung, atypischen Parkinson-Syndromen, Demenzerkrankungen (z. B. Alzheimer-Erkrankung) sowie Motoneuronerkrankungen wie der Amyotrophen Lateralsklerose (ALS). Unser Schwerpunkt liegt auf der frühzeitigen Diagnose und der langfristigen Betreuung.

Zur weiteren Abklärung setzen wir Gedächtnistests, elektrophysiologische Untersuchungen der Nerven- und Muskelfunktion, Nerven- und Muskelultraschall, Untersuchungen des Nervenwassers (Liquor) sowie Laboruntersuchungen ein.

Epilepsie und Anfallsleiden

Wir betreuen Patientinnen und Patienten mit Epilepsien, epileptischen Anfällen sowie unklaren Bewusstseinsstörungen und Bewusstseinsverlusten. Eine sorgfältige neurologische Abklärung hilft, die Ursache der Beschwerden zu erkennen und epileptische von anderen Ursachen abzugrenzen.

Zur Diagnostik setzen wir insbesondere EEG-Untersuchungen ein. Wir beraten Sie umfassend zur medikamentösen Behandlung sowie zu besonderen Lebenssituationen wie Kinderwunsch und Schwangerschaft, Fahrtauglichkeit oder Beruf.

Ohnmachtsanfälle (Synkopen) und unklare Bewusstseinsstörungen

Wir betreuen Patientinnen und Patienten mit Synkopen (Ohnmachtsanfällen), wiederkehrenden Kreislaufproblemen, orthostatischen Beschwerden und Störungen des autonomen Nervensystems (autonome Dysfunktion). Hierzu gehören beispielsweise das posturale Tachykardiesyndrom (POTS) und autonome Funktionsstörungen bei Polyneuropathien oder Diabetes mellitus; autonome Beschwerden können auch im Zusammenhang mit ME/CFS auftreten.

Eine sorgfältige neurologische Abklärung hilft zu klären, ob die Beschwerden durch Störungen der Kreislaufregulation, Durchblutungsstörungen des Gehirns, epileptische Anfälle oder andere neurologische Erkrankungen verursacht werden.

Je nach Beschwerdebild und Befund kommen Kipptischuntersuchungen unter kontinuierlicher Monitorüberwachung sowie Untersuchungen der autonomen Nervenfunktion, einschließlich Herzfrequenzvariabilität (HRV) und sympathischer Hautantwort (SSR), zum Einsatz. Ergänzend können eine neurovaskuläre Ultraschalldiagnostik oder EEG-Untersuchungen sinnvoll sein. So können unterschiedliche Ursachen von Ohnmachtsanfällen, Kreislaufbeschwerden und unklaren Bewusstseinsverlusten gezielt voneinander abgegrenzt werden.

Neuroimmunologische Erkrankungen

Wir betreuen Patientinnen und Patienten mit Multipler Sklerose (MS), Neuromyelitis-optica-Spektrum-Erkrankungen (NMOSD) und MOG-Antikörper-assoziierten Erkrankungen (MOGAD) sowie weiteren entzündlichen Erkrankungen des Nervensystems. Unser Schwerpunkt liegt auf der fundierten Erstabklärung und frühzeitigen Diagnose, der langfristigen Betreuung und der Verlaufsbeurteilung unter Therapie.

Zur weiteren Abklärung neuroimmunologischer Erkrankungen setzen wir elektrophysiologische Untersuchungen, Untersuchungen des Nervenwassers (Liquor) sowie Laboruntersuchungen ein.

Zweitmeinung bei Carotis-Stenose

Die Entscheidung für oder gegen einen geplanten Eingriff bei einer Carotis-Stenose (Verengung der Halsschlagader) sollte auf einer sorgfältigen und unabhängigen Beurteilung beruhen. Im Rahmen des gesetzlichen Zweitmeinungsverfahrens prüfen wir Ihre Befunde und beraten Sie unabhängig zu den Vor- und Nachteilen einer Operation, einer Carotis-Stentimplantation (Carotis-Stenting) oder einer konservativen Behandlung ohne Eingriff.

Zur Beurteilung der Halsschlagader und der hirnversorgenden Gefäße kann ergänzend eine neurovaskuläre Ultraschalluntersuchung erfolgen. Bei speziellen Fragestellungen stehen weiterführende Verfahren wie die Messung der zerebrovaskulären Reserve (CVR) und die Detektion von Mikroembolien zur Verfügung. Diese können insbesondere bei komplexen Gefäßveränderungen und zur Beurteilung der Hirndurchblutung und ihrer Regulationsfähigkeit zusätzliche Informationen liefern.

Zweitmeinung bei Bandscheibenvorfall

Nicht jeder Bandscheibenvorfall (Diskusprolaps) erfordert eine Operation. Die Entscheidung für oder gegen einen Eingriff sollte auf einer sorgfältigen Beurteilung der Beschwerden, der neurologischen Befunde und der Bildgebung beruhen. Bei Verdacht auf eine Schädigung einer Nervenwurzel (Radikulopathie) können ergänzend elektrophysiologische Untersuchungen sinnvoll sein.

Im Rahmen des gesetzlichen Zweitmeinungsverfahrens prüfen wir Ihre Befunde unabhängig und beraten Sie zu den Vor- und Nachteilen einer operativen oder konservativen Behandlung.