Unsere Diagnostik
Moderne und spezialisierte neurologische Diagnostik
Hier erhalten Sie einen Überblick über unsere diagnostischen Verfahren und spezialisierten Untersuchungen.
Ultraschall der Hals- und Hirngefäße
Der neurovaskuläre Ultraschall ist ein schonendes, schmerzfreies und strahlungsfreies Verfahren zur Untersuchung der hirnversorgenden Arterien. Mit der Doppler- und Duplexsonographie können wir die Hals- und Hirngefäße beurteilen und Gefäßveränderungen sowie Durchblutungsstörungen erkennen. Die Untersuchung leistet damit einen wichtigen Beitrag zur Schlaganfalldiagnostik und -vorsorge.
Hierfür setzen wir modernste Ultraschallsysteme ein, darunter das Philips EPIQ Elite und das Viasonix Dolphin 4D mit robotergestützter XF-Sonde zur Untersuchung der Hirngefäße durch den Schädel (transkranielle Dopplersonographie). Darüber hinaus bieten wir spezialisierte neurovaskuläre Ultraschallverfahren an.
Spezialisierte neurovaskuläre Ultraschalldiagnostik
Die spezialisierte neurovaskuläre Ultraschalldiagnostik ergänzt die konventionelle Untersuchung der hirnversorgenden Gefäße. Mit der robotergestützten XF-Sonde des Viasonix Dolphin 4D können wir die Hirndurchblutung und ihre Regulation genauer untersuchen sowie Rechts-links-Shunts und Mikroembolien nachweisen.
Die Bestimmung der zerebrovaskulären Reservekapazität (CVR) untersucht, wie gut die Hirngefäße bei Bedarf die Durchblutung steigern können. Sie liefert wichtige Informationen bei Verengungen (Stenosen) oder Verschlüssen der hirnversorgenden Arterien sowie bei Moyamoya-Erkrankungen und kann bei ausgewählten Patientinnen und Patienten zur Beurteilung der zerebralen Hämodynamik vor einer möglichen Revaskularisation, beispielsweise einem EC-IC-Bypass, eingesetzt werden.
Die Untersuchung der zerebralen Autoregulation beurteilt die Fähigkeit des Gehirns, seine Durchblutung trotz Schwankungen des Blutdrucks möglichst konstant zu halten.
Die PFO-Diagnostik mittels Bubble-Test (Kontrastmittelsonographie) dient dem Nachweis eines Rechts-links-Shunts, insbesondere bei einem offenen Foramen ovale (PFO). Sie spielt vor allem bei der Abklärung von Schlaganfällen ohne erkennbare Ursache sowie bei speziellen tauchmedizinischen Fragestellungen eine wichtige Rolle.
Die Mikroemboliedetektion kann kleinste zirkulierende Embolien mittels transkranieller Dopplersonographie über einen längeren Zeitraum nachweisen und dabei helfen, mögliche Emboliequellen zu erkennen.
Elektrophysiologische Diagnostik
Die elektrophysiologische Diagnostik untersucht die Funktion von Nerven, Muskeln und zentralen Nervenbahnen. Sie ermöglicht die Erkennung, Lokalisation und Beurteilung zahlreicher Erkrankungen des Nervensystems.
Zu den wichtigsten Verfahren gehören die Elektroneurographie (ENG) zur Untersuchung der Nervenfunktion, die Elektromyographie (EMG) zur Beurteilung der Muskelfunktion sowie evozierte Potenziale (EP) zur Untersuchung der Sehbahnen (VEP), Hörbahnen (AEP) und sensiblen Nervenbahnen (SEP).
Ergänzend untersuchen wir das autonome Nervensystem, das unter anderem Kreislauf, Herzschlag und Schweißbildung steuert. Störungen der autonomen Nervenfunktion können beispielsweise bei Polyneuropathien und Diabetes mellitus, bei orthostatischen Beschwerden und POTS sowie im Zusammenhang mit ME/CFS auftreten. Zur Funktionsdiagnostik setzen wir die sympathische Hautantwort (SSR) sowie die Analyse der Herzfrequenzvariabilität (HRV) zur Beurteilung der autonomen Regulation von Herzschlag und Kreislauf ein.
Für die Untersuchungen setzen wir ein Nihon Kohden Neuropack X3 der neuesten Generation ein.
Nerven- und Muskelultraschall
Der Nerven- und Muskelultraschall ist ein schmerzfreies und strahlungsfreies Verfahren zur hochauflösenden Darstellung von Nerven und Muskulatur. Er ergänzt die elektrophysiologische Diagnostik und ermöglicht die direkte Beurteilung von Nervenengstellen, Entzündungen, Verletzungen, Tumoren und Muskelerkrankungen.
Für die Untersuchung setzen wir ein Philips EPIQ Elite mit hochauflösendem mL26-8-Ultraschallkopf ein. Die spezielle Sonde ermöglicht die detailreiche Darstellung selbst kleinster peripherer Nerven und oberflächlicher Muskeln.
Elektroenzephalographie (EEG)
Die Elektroenzephalographie (EEG) ist ein bewährtes, schmerzfreies und strahlungsfreies Verfahren zur Messung der elektrischen Aktivität des Gehirns. Sie liefert wichtige Informationen über die Hirnfunktion und wird insbesondere zur Abklärung von Epilepsien, Anfällen und Bewusstseinsstörungen eingesetzt.
Für die Untersuchung setzen wir ein Nihon Kohden Neurofax EEG-1200 der neuesten Generation ein. Das System ermöglicht eine hochwertige digitale EEG-Ableitung und eine präzise Beurteilung der Hirnaktivität. Ergänzend führen wir Aktivierungsverfahren wie Hyperventilation (tiefes Ein- und Ausatmen) und Fotostimulation (Lichtblitze) durch.
Lumbalpunktion und Liquordiagnostik
Bei der Lumbalpunktion wird Nervenwasser (Liquor) aus dem unteren Rückenbereich entnommen. Die anschließende Liquordiagnostik liefert wichtige Informationen zur Abklärung von Erkrankungen des Gehirns, des Rückenmarks und der Hirnhäute.
Sie unterstützt insbesondere die Diagnostik von Entzündungen und Infektionen des Nervensystems, Autoimmunerkrankungen wie der Multiplen Sklerose, neurodegenerativen Erkrankungen wie der Alzheimer-Erkrankung sowie Gefäßentzündungen (Vaskulitiden).
Bei bestimmten Erkrankungen kann die Lumbalpunktion zudem therapeutisch zur Druckentlastung (Entlastungspunktion) eingesetzt werden. Die Untersuchung führen wir ambulant in unserer Praxis unter sterilen Bedingungen und nach ausführlicher Aufklärung durch.
Gedächtnis- und Demenzdiagnostik
Gedächtnis- und Konzentrationsstörungen sollten frühzeitig neurologisch abgeklärt werden. Die Diagnostik umfasst eine ausführliche Anamnese, eine neurologische Untersuchung sowie standardisierte Gedächtnistests (z. B. MoCA, MMSE und Uhrentest) zur Beurteilung von Gedächtnis, Aufmerksamkeit und weiteren kognitiven Funktionen.
Ergänzend können EEG, Laboruntersuchungen, Liquordiagnostik, bildgebende Verfahren und weitere Untersuchungen eingesetzt werden. Ziel ist es, behandelbare Ursachen zu erkennen, Demenzerkrankungen möglichst früh zu diagnostizieren und eine individuelle Behandlung zu ermöglichen.
Kipptischuntersuchung
Die Kipptischuntersuchung ist ein spezielles Verfahren zur Abklärung von Schwindel, Ohnmachtsanfällen (Synkopen) und Kreislaufregulationsstörungen. Dabei wird die Liege kontrolliert aus der liegenden in eine aufrechte Position gebracht. Blutdruck, Herzfrequenz und Herzrhythmus werden kontinuierlich überwacht.
Die Untersuchung erfolgt unter ärztlicher Aufsicht und ermöglicht es, Störungen der Kreislaufregulation und des autonomen Nervensystems als mögliche Ursache von Ohnmachtsanfällen und ungeklärten Bewusstseinsverlusten zu erkennen. Ergänzend können Herzfrequenzvariabilität (HRV) und sympathische Hautantwort (SSR) untersucht werden.
Augenhintergrund- und Sehnervdiagnostik
Die neuroophthalmologische Diagnostik verbindet neurologische und augenmedizinische Fragestellungen und spielt insbesondere bei Erkrankungen des Sehnervs, der Sehbahnen sowie bei Verdacht auf erhöhten Hirndruck eine wichtige Rolle.
Der Augenhintergrund ermöglicht einen direkten Blick auf Netzhaut, Sehnervenkopf und Blutgefäße und kann wichtige Hinweise auf neurologische und vaskuläre Erkrankungen liefern. Mit der digitalen Augenhintergrundfotografie (Fundusfotografie) dokumentieren wir diese Strukturen hochauflösend. Hierfür setzen wir eine Weitwinkel-Funduskamera iCare DRSplus ein.
Die Ultraschalluntersuchung des Sehnervs und der Papille ergänzt die Diagnostik insbesondere bei Verdacht auf erhöhten Hirndruck und Erkrankungen des Sehnervs. Dafür verwenden wir ein Philips EPIQ Elite mit hochauflösendem Schallkopf.